Zwei Baumhöhlen für Toni

Eine Geschichte über zwei Zuhause — und die Liebe, die trotzdem ganz bleibt.

Bilderbuch 3–6 Jahre Trennung der Eltern Herbst

Warum dieses Buch?

„Zwei Baumhöhlen für Toni" entstand aus persönlicher Erfahrung. Als Vater von vier Kindern erlebte ich aus nächster Nähe, wie schwer es Kindern fällt zu begreifen, was eine Trennung der Eltern für sie bedeutet — und wie sehr die richtigen Worte dabei helfen können, diese Zeit zu tragen.

Das Buch soll das Gespräch öffnen, das viele Eltern scheuen. Es benennt Gefühle, die Kinder ohnehin schon haben — Verwirrung, Schuld, Wut, Hoffnung — und gibt ihnen einen Namen, bevor sie sprachlos bleiben. Die Handlung ist bewusst in eine Tierfamilie verlegt: Der emotionale Abstand durch den kleinen Waschbären Toni erlaubt es Kindern, sich dem schwierigen Thema in ihrem eigenen Tempo zu nähern, sich wiederzuerkennen, ohne sich direkt betroffen fühlen zu müssen.

Das Buch vermeidet konsequent zwei Fallen, in die viele Kinderbücher zu diesem Thema tappen: Es beschönigt nicht. Und es dramatisiert nicht. Stattdessen zeigt es ehrlich: Es wird nicht wieder wie vorher. Aber anders kann auch gut sein.

„Als ich ein Buch für meine Kinder suchte, das all das enthält — keine Schuld, keine falsche Hoffnung, Raum für Wut — fand ich keines. Also habe ich es geschrieben."

Stephan Pela, Autor

Die Geschichte

Toni ist ein kleiner Waschbär mit einem gelben Halstuch und einem Holzkompass namens Zeiger — unperfekt, die Nadel klemmt manchmal, aber trotzdem geliebt. Zusammen mit Mama und Papa lebt Toni in einer gemütlichen Baumhöhle in der alten Buche am Waldbach. Doch eines Morgens setzen sich die Eltern zu Toni und erklären, dass sie künftig nicht mehr zusammen wohnen werden.

Tonis Welt gerät ins Wanken. Da ist ein komisches Gefühl im Bauch, eine drängende Frage — bin ich schuld? — und der verzweifelte Versuch, die Eltern durch ein gemeinsames Beerenpicknick wieder zusammenzubringen. Doch Papa erklärt ehrlich: Diese Entscheidung steht fest. Es wird anders als vorher — aber anders muss nicht schlecht sein.

Als Papa in eine neue Baumhöhle in der Eiche am anderen Ende des Waldbachs zieht, entdeckt Toni nach und nach, dass zwei Zuhause auch Schönes haben: eine Muschelsammlung bei Mama, Glitzersteine bei Papa, und Zeiger kommt überall mit. Trotzdem gibt es schwere Momente — Heimweh am falschen Ort, die übergriffige Frage eines Spechts, wen Toni lieber hat, und eine Wut auf die Eltern, die einfach raus muss.

Zwei Wendepunkte geben Toni Kraft: Mama hält die Wut aus und sagt, dass auch Wut auf die Eltern erlaubt ist. Und im Waldkindergarten erzählt die kleine Füchsin Leni, dass ihre Eltern auch getrennt leben — Toni ist nicht allein. Mit neuen Ritualen wächst eine neue Form von Normalität. Am Ende begreift Toni: Liebe wird nicht weniger, wenn man zwei Baumhöhlen hat. An zwei Bäumen im Wald wartet jetzt jemand.

Was das Buch vermittelt

Jede der sechs Kernbotschaften des Buches ist in der Trennungsforschung und Familienpsychologie als essenziell für Kinder in Trennungssituationen anerkannt. Sie werden nicht als Aussagen präsentiert, sondern durch Tonis Erleben erfahrbar gemacht.

❤️

Du bist nicht schuld.

Die Trennung ist eine Entscheidung der Erwachsenen. Das Kind trägt keine Verantwortung — diese Botschaft wird im Buch explizit und mehrfach ausgesprochen, weil Wiederholung hier pädagogische Absicht ist, kein Stilfehler.

🌱

Du kannst es nicht reparieren.

Kinder versuchen instinktiv, die Eltern wieder zusammenzubringen. Das Buch benennt diesen Impuls durch Tonis Picknick-Versuch — und löst ihn liebevoll, aber klar auf: Das ist nicht deine Aufgabe.

🍂

Es wird nicht wieder wie vorher.

Ehrliche Anerkennung, dass die Veränderung dauerhaft ist — denn falsche Hoffnung schützt Kinder nicht, sie verlängert nur den Schmerz. „Anders" wird stattdessen als Möglichkeit gezeigt.

🤝

Du musst dich nicht entscheiden.

Kinder dürfen beide Eltern gleich lieben, ohne in einen Loyalitätskonflikt zu geraten. Der übergriffige Specht im Wald, der Toni fragt wen er lieber hat, benennt diesen Druck — und Mama gibt die Antwort.

🔥

Wut auf die Eltern ist erlaubt.

Die schwierigste Emotion wird normalisiert: Man darf wütend sein auf die, die man liebt. Mama hält diese Wut aus, ohne zu bestrafen — das ist die kraftvollste Szene des Buches.

🌳

Du bist nicht allein.

Durch die Figur Leni — die in Band 3 ihre eigene Geschichte bekommt — lernt Toni, dass andere Kinder Ähnliches erleben. Das bricht die Isolation, die Trennungskinder häufig empfinden.

Fundierte Basis, verlässliche Quellen

Die psychologischen Kernbotschaften des Buches orientieren sich an etablierten Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie und Trennungsforschung. Die folgenden Quellen und Organisationen bilden die inhaltliche Grundlage.

Statistik · Deutschland
Statistisches Bundesamt (Destatis)

Jährlich sind in Deutschland rund 120.000 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen — hinzu kommen Trennungen nicht-verheirateter Paare. Etwa jede dritte Ehe wird geschieden.

destatis.de →
Fachorganisation
Kinderschutzbund Deutschland (DKSB)

Der Deutsche Kinderschutzbund dokumentiert die psychologischen Bedürfnisse von Trennungskindern und betont u.a. die Bedeutung von Schuldentlastung, Loyalitätsschutz und emotionaler Validierung.

dksb.de →
Bundesministerium · Ratgeber
BMFSFJ – Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Das BMFSFJ gibt praktische Ratgeber für Familien in Trennung heraus, u.a. zur kindgerechten Kommunikation von Trennung und zu elterlicher Verantwortung nach der Trennung.

bmfsfj.de →
Forschung · Entwicklungspsychologie
Wallerstein, J.S. & Kelly, J.B.: Kinder und Scheidung

Wallersteins Längsschnittstudien zeigen: Kinder, die klar kommuniziert bekommen, dass sie nicht schuld sind, und die Wut als erlaubt erfahren, zeigen langfristig deutlich geringere Belastungen als Kinder, die diese Entlastung nicht erhalten.

Fachorganisation · Beratung
Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke)

Die bke bietet Online- und Präsenzberatung für Kinder, Jugendliche und Eltern in Trennungssituationen – auch anonym. Das Buch enthält im Nachwort einen Verweis auf diese Anlaufstellen.

bke.de →

Warum ich dieses Buch schreiben musste

Stephan Pela ist Vater von vier Kindern. Als seine Familie eine Trennung durchlebte, suchte er nach einem Buch, das seinen Kindern ehrlich und einfühlsam erklärt, was passiert — und warum ihre Gefühle vollkommen in Ordnung sind.

Er fand kein Buch, das alle psychologischen Kernbotschaften vereinte, die ihm als Vater wichtig waren: Dass Kinder nicht schuld sind. Dass sie die Beziehung ihrer Eltern nicht reparieren können. Dass Wut auf Mama und Papa erlaubt ist. Und dass sie nicht allein sind.

„Zwei Baumhöhlen für Toni" ist sein erstes Buch. Es entstand nicht aus dem Wunsch, Autor zu werden, sondern aus dem Bedürfnis, seinen Kindern etwas in die Hand zu geben — und das vielleicht auch anderen Familien helfen kann.

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